Texte zu meinen Arbeiten über Ausstellungen ...

„Die Künstlerin schafft es, das Eisen nicht in seiner eigentlich monumentalen Schwere der Masse zu präsentieren, sondern fragil und mit einer Leichtigkeit, die man mit dem Werkstoff an sich nicht verbindet“

Regine Rostalskis bevorzugtes Material ist Eisen. Doch nicht das platte Blech oder der massive Eisenträger finden ihr Interesse als Bildhauerin, sondern das gezogene Eisen - vom dünnen Draht bis hin zum langen Eisenstab. Folglich steht nicht die Fläche oder das Materialvolumen im Vordergrund ihrer künstlerischen Tätigkeit, sondern die Linie. Sie verwendet Draht als Linien und baut daraus ihre Objekte und Installation auf. Zwar entstehen im Ergebnis voluminöse Körper und raumgreifende Skulpturen, im Kern jedoch sind alle Arbeiten aus der Linie heraus entwickelt, bzw. sind nur von der Linie ausgehend zu verstehen...

Ihre Objekte sind das Ergebnis eines längeren und intensiven Formfindungsprozesses...

Die Fragilität gilt insbesondere für ihre Drahtinstallationen, mit denen sie ganze Räume zu füllen vermag...

Die Skulpturen Regine Rostalski sind insgesamt sehr assoziationsreich. Sie erinnern an die Welt der Mikroben und anderer insektenartiger Lebewesen. Aspektreich bevölkern sie die Wand oder beleben den Boden und bieten insgesamt einen mikroskopischen Blick in die Welt der Kleinstlebewesen...

Ihre Drahtobjekte, seien es die gefestigten, geschweißten „Früchte“, die locker geflochtenen „Körbe“ oder die luftigen Drahtgespinste, sind insgesamt Gebilde, die mit gleichsam gefestigter wie auch gelockerter Form den Raum erobern und geradezu beherrschen...

Naturähnlichkeit - was heißt das? Es heißt nicht das Regine Rostalski in ihrer Kunst die Natur einfach abbildet oder nachbaut. Vielmehr lässt sie sich anregen von Formen und Prinzipien, die sie in der Natur vorfindet, um als Künstlerin ihr ganz eigenes und unverwechselbares Formen-Alphabet zu entwickeln .

...in Stacheln zu Hause, auf wackeligen Beinen, den Kopf zu voll, auf der Suche nach einem Weg in die Welt...